Adipositas (Übergewicht)



Was ist das?

Die Adipositas ist das sogenannte (teilweise krankhafte) Übergewicht, welches Folgeerkrankungen wie Fettstoffwechselstörungen, Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Gicht, Gallensteinleiden, Herz- u. Kreislauferkrankungen und andere hervorrufen kann oder mit bedingt.

Übergewicht kann mit Hilfe des Body-Maß-Index (BMI) festgestellt werden.

Symptome

Folgende Symptome können einzeln oder kombiniert bei Adipositas auftreten:

  • erhöhtes Körpergewicht
  • BMI > 25 (leichtes Übergewicht) bzw. > 30 (krankhaftes Übergewicht)
  • Broca-Übergewicht * > 10%
  • Körperform Apfel- oder Birnentyp
  • verringerte Leistungsfähigkeit und Ausdauer
  • Kurzatmigkeit, Atemnot, kurzzeitig auch Atemstillstände
  • verstärkte Schweißbildung
  • überhöhte Gelenk- und Wirbelsäulenbelastung (schnellere Abnutzung/Überbeanspruchung)
  • u.a.


Folgeerkrankungen können sein:

  • Diabetes
  • Angina pectoris, Herzinfarkt
  • Bluthochdruck, Schlaganfall
  • Fettstoffwechselstörungen
  • u.a.


Fast jeder dritte Erwachsene und im Schnitt jedes fünfte Kind ist übergewichtig. Adipositas ist damit die häufigste Zivilisationserkrankung.

* Broca-Index: Berechnung erfolgt nach dem Schema Körpergröße in cm - 100 = Normalgewicht

Ursachen

Ursachen sind Überernährung ("Wohlstandsgesellschaft"), d.h. dem Körper wird mehr Energie zugeführt, als er braucht, falsche Ernährung, hormonelle Veränderungen und Bewegungsarmut. In selteneren Fällen ist Übergewicht auf genetische Veranlagung zurückzuführen. Eine wichtige Rolle spielt die Erziehung im Elternhaus, was das Essverhalten anbelangt. Studien belegen: sind ein oder beide Elternteile übergewichtig, wird das Kind im überwiegenden Teil der Fälle ebenfalls übergewichtig. Der Spruch «Wes Brot man ißt, des Lied man singt» kann gut umgedichtet werden in «Wes Brot man ißt, des Leid/Figur man teilt.»

Ziel einer sinnvollen Diät ist nicht die radikale Gewichtsreduktion, sondern die langfristige Änderung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten. Radikalkuren, gleich welcher Art sind meistens nicht ungefährlich und führen im Nachhinein zu einer erneuten Gewichtszunahme («Jojo-Effekt»).

Arteriosklerose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen


Was ist das?

Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) entsteht durch Ablagerung in den Blutgefäßen. Dabei werden sogenannte Schaumzellen an der Gefäßinnenwand (Endothel) angelagert. Diese Schaumzellen sind durch Freie Radikale oxidiertes LDL-Cholesterin. Das Cholesterin wird benötigt, um z.B. Schäden im Endothel zu reparieren. Es dient somit als «Kit» für die innere Gefäßschicht. Der Körper bildet zusätzlich über die Eiweißsynthese der Aminosäure Methionin das Stoffwechselprodukt «Homocystein». Das Homocystein ist neben dem Quotienten aus LDL- und HDL-Cholesterin ein weiterer wichtiger Indikator für Arteriosklerose, da es die Oxidation des LDL begünstigt. Die Blutfette werden sozusagen «ranzig».

Arteriosklerose: Blutgefäß Querschnitt
Arteriosklerose: Blutgefäß Querschnitt
Quelle: escuela.med.puc.cl
Hier eine Grafik, wie sich Arteriosklerose auswirkt:




 

Weitere Informationen zum Cholesterin erhalten Sie unter dem Thema Fettstoffwechselstörungen.

Symptome

  • langwieriger fortschreitender Prozess mit Schädigung der Blutgefäße
  • in den Gefäßwänden kommt es zu Plaque und sogenannten Wandverdickungen
  • die Blutgefäße werden zunehmend verengt bis zum Verschluss (Thrombose)
  • lösst sich das Blutgerinnsel (Thrombus), kann es zur Embolie (plötzliche Gefäßverstopfung) kommen
  • je nach Lokalisation der Embolie oder der Thrombose spricht man von Herzinfarkt, Lungenembolie und Schlaganfall

 

Arteriosklerose: Diabetischer Fuß
Arteriosklerose: in Verbindung mit Diabetes häufig auch Diabetischer Fuß
Quelle: www.terra.es

Ursachen

Rauchen, Bluthochdruck, zu hohe Blutfettwerte durch fett- und cholesterinreiche Ernährung, Übergewicht, Bewegungsmangel, Diabetes mellitus Typ 2, Infektionen, Stress, Hormone begünstigen Arteriosklerose, da sie auch gleichzeitig einen erhöhten Homocysteinspiegel und die vermehrte Bildung Freier Radikale begünstigen. Diese wiederum sind für die Bildung von Schaumzellen, also von «Plaque»ablagerungen in den Blutgefäßen, verantwortlich.
Liegt eine familiäre Häufigkeit vor ist ein Erbgang wahrscheinlich.

Eine Beseitigung und/oder Behandlung dieser Risikofaktoren kann Arteriosklerose vorbeugen bzw. die Rückbildung von Ablagerungen in den Gefäßwänden bewirken.

[zurück]

Blutdruck

Was ist das?

Bluthochdruck ist eine sehr weit verbreitete Volkskrankheit. Fast die Hälfte der Bevölkerung ab dem 50. Lebensjahr hat erhöhte Werte. Dabei ist Hypertonie ein Risiko für Erkrankungen der Gefäße, des Herzens oder der Niere.

Unter Bluthochdruck versteht man eine chronische abnorme Erhöhung des arteriellen Blutdrucks auf mindestens 140 mm/Hg des systolischen Werts und/ oder auf 90 mm/Hg des diastolischen Werts.
Wichtig ist, dass der Blutdruck mehrfach und in Ruhe gemessen wurde. Der normale Wert liegt bei ungefähr 120 zu 80 mm/Hg.

Symptome

Bei einer Hypertonie müssen nicht immer zwingend Symptome auftreten, deshalb kann eine solche Erkrankung auch oft jahrelang unentdeckt bleiben. Die Gefahr eines chronisch erhöhten Blutdrucks ist, dass es mit der Zeit zu Organveränderungen kommt, die zu schweren Komplikationen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenversagen führen können.
Einige charakteristische Beschwerden könnten z.B. sein:

  • Kopfschmerzen
  • Sehstörungen
  • Schmerzen in der Herzgegend
  • Atemnot bei Belastung
  • Nervosität
  • Hitzegefühl
  • Schweißausbrüche
  • Müdigkeit
  • Leistungsminderung

Ursachen

Bei den Ursachen unterscheidet man zwischen einer primären (essentiellen) und der sekundären Hypertonie. Die primäre Hypertonie tritt zu ca. 90% auf. Von ihr spricht man, wenn der zu hohe Blutdruck die eigentliche Erkrankung ist. Die Ursachen hierfür sind weitgehend unbekannt. Man geht aber davon aus, das eine erbliche Vorbelastung der Betroffenen sowie verschiedene exogene Faktoren, also z.B. Übergewicht, Alkohol, Stress, mangelnde Bewegung usw., das Risiko erhöhen, an Bluthochdruck zu erkranken.

Die sekundäre Hypertonie entwickelt sich aus einer anderen Grunderkrankung heraus, die wiederum durch die Organveränderungen zustande kommt. Solche Erkrankungen können z.B. Übergewicht, Diabetes oder auch eine Störung des Fettstoffwechsels sein.

Auch einige Medikamente (Antibabypille, Antirheumatika, Cortisonpräparate) können den Blutdruck erhöhen.

Risikofaktoren

Faktoren, die das Risiko einer Hypertonie steigern, sind v. a. Rauchen, Bewegungsmangel, sehr salzreiche Ernährung und Diabetes.

[zurück]

Service der Ernährungsberatung24 Dresden